Unsere erste Rechnung

In letzter Zeit tut sich leider nicht viel in Richtung Hausbau. Seit drei Wochen warten wir nun auf die technischen Zeichnungen von unserer Hausplanung. Gestern habe ich einmal vorsichtig beim Architekten angefragt, allerdings ist die Kommunikation mit dem Architektenbüro etwas zäh ...

Dafür haben wir unsere erste Rechnung bekommen. Wie bei den meisten Bauherren war es die Notarrechnung. Durch das Stöbern in vielen verschiedenen Baublogs war ich mental vorbereitet, so das nur ein inbrünstiges "Respekt" über meine Lippen kam. Tanja dagegen hatte innerhalb kürzester Zeit sämtliche Gesichtsfarbe verloren ... ich glaube das müssen wir noch einmal üben, bevor die wirklich dicken Rechnungen kommen.

Beauftragung des Vermessers

Wir haben uns für den von ProHaus vermittelten Vermesser entschieden.

Die Grobabsteckung für die Erdarbeiten und die Feinabsteckung für die Bodenplatte (incl. Höhenkontrolle des Planum) werden mit 833€ veranschlagt. Das Schnurgerüst für die Feinabsteckung schlägt noch einmal mit 85€ zu Buche.

Das ist sicher nicht das günstigste Angebot, aber noch im Rahmen und wir sparen uns die Mühe verschiedene Angebote einzuholen und zu vergleichen.

Der Notartermin

... oder heißt das jetzt politisch korrekt 'Notarintermin'?
Da wir ein gutes Verhältnis zu den Verkäufern des Grundstückes haben, entschieden wir uns entgegen den allgemeinen Empfehlungen für die Notarin, welche uns von Fam. Christ vorgeschlagen wurde.

Am Montag haben wir uns bei der Notarin Frau Flohr getroffen. Eine freundliche Begrüßung, ein bißchen Smalltalk, die Verlesung des notariellen Vertrages und schon waren wir Eigentümer eines neuen Grundstücks (rein rechtlich betrachtet sind wir das natürlich erst, wenn die Grunderwerbssteuer und der Grundstückspreis bezahlt und wir als Eigentümer im Grundbuch vermerkt sind).
Direkt im Anschluss haben wir auch die Eintragung der Grundschuld veranlasst, welche für die Finanzierung mit der Ing-DiBa erfoderlich ist. So sparen wir die Kosten für einen zweiten Notartermin.

Da wir noch nicht verheiratet sind, hat uns die Notarin (nicht ganz uneigennützig) die Erstellung eines Testaments ans Herz gelegt. Ohne Testament, geht der jeweilige Teil des Erbes Zitat Notarin: "an die bucklige Verwandtschaft" und Tanja bzw. ich hätten das Nachsehen.

Der Architektentermin

Ich habe mich mit Herrn Göker von Bücker & Gussek Architekten direkt am Grundstück getroffen. Dort haben wir zusammen Höhenvermessungen ausgehend von der Straßenachse (diese ist für die Bestimmung der Traufhöhe ausschlaggebend) durchgeführt und Herr Göker hat noch ein paar Schnappschüsse vom Grundstück geschossen. Insgesamt hat das Grundstück über die gesamte Fläche ein Gefälle von ca. 80cm.

Wieder zuhause angekommen war auch schon Frau Bernholz eingetroffen und wir konnten direkt zur Tat schreiten. Zuerst sind wir zusammen mit dem Architekten den Bebauungsplan durchgegangen, um uns anschließend direkt dem eigentlichen Thema Hausplanung zu widmen.
Da wir uns im Vorfeld schon den ein oder anderen Gedanken zu diesem Thema gemacht hatten, ist es auch nicht zu den befürchteten Unstimmigkeiten zwischen Tanja und mir gekommen. Wobei man dazu sagen muss, dass Frau Bernholz durchaus geschickt jeweils Tanja oder mich argumentativ unterstützt hat und so immer schnell eine Entscheidung getroffen werden konnte.
Nur bei dem Thema 'seperater Kellereingang' muss ich nochmal nachhaken - hier wurde ich von Tanja (und Frau Bernholz) überstimmt. Da wir ja keine Garage bauen wollen, ist meiner Ansicht nach ein seperater Kellerzugang zum abstellen von Fahrrädern, Rasenmäher und Co. durchaus kompfortabel.

Rückblickend verlief der 2 1/2 Stunden Termin erfolgreich. Der Architek war sehr freundlich und wirkte kompetent, Frau Bernholz konnte mit vielen konstruktiven Ratschlägen helfen und die Planung dürfte fast schon den finalen Status erreicht haben. Supi - jetzt fehlen nur noch die technischen Zeichnungen von der Hausplanung. Sobald diese bei uns angekommen sind könnt ihr sie hier natürlich einschauen ...