Estrich: Styropor Wärme & Trittschalldämmung

Unser Fließestrich wird von der Firma AD-Estrichbau GmbH eingebaut. Das Material für Tritt- bzw. Wärmedämmung unter dem Estrich (schwimmender Estrich) ist Bestandteil des Vertrages und wird ebenfalls von der Firma AD-Estrichbau geliefert.

Das Verlegen der Dämmung ist einfach, sollte jedoch gerade im Bereich der Trittschalldämmung gewissenhaft ausgeführt werden. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, diese Vorarbeiten selber durchzuführen.







Im Grunde sind im Bereich der Dämmung nur 2 Dinge zu beachten. Zum einen

die fugenfreie Verlegung der Dämmplatten
Das heißt größere Fugen zwischen den einzelnen Dämmplatten müssen vermieden werden. Bei dickeren Dämmschichten unter dem Estrich verlegt man die Dämmung deshalb zweilagig. Die zweite Lage wird versetzt eingebaut und verschließt so die Fugen zwischen den Styroporplatten der ersten Lage.

und zum anderen 

das vermeiden von Schallbrücken.
Dies ist gerade bei einem Haus in Holzständerbauweise, inbesondere bei der Decke zwischen EG und OG, wichtig. Schallbrücken sind alle Dinge, welche die Dämmung oder den Randdämmstreifen durchdringen und eine direkte Verbindung zwischen Estrich und Holzkonstruktion des Hauses herstellen.


Keller:
Hier haben wir zuerst eine Feuchtigkeitssperre in Form einer Kunststoff-Dichtungsbahn verlegt. Diese haben wir mit einem Quellschweißmittel verklebt. Danach erfolgt die Verlegung der Wärmedämmung - in unseren Fall waren es zwei Lagen 40mm Styropordämmplatten mit einem WLG 040. Zusammen mit der Perimeterdämmung unter der Bodenplatte hat diese jetzt einen U-Wert: 0,18 - gar nicht mal so schlecht ; ) 

Erdgeschoss:
Im Erdgeschoss haben wir zwei Lagen 50mm Styropordämmplatten mit einem WLG 040 verlegt. Der Randdämmstreifen wird auf die erste Lage gestellt und an der Wand festgetackert, danach wird die zweite Lage der Dämmschicht eingebracht.




Die Bereiche im Haus in welchen Leitungen, Lüftungsrohre, Leerrohre etc. verlaufen werden mit einer Schüttung ausgeglichen und wenn möglich mit der zweiten Lage der Dämmschicht verschlossen.

Unserem WC (Bild links) mußte ich eine Sonderbehandlung zukommen lassen. Vor lauter Leitungen und Rohren wußte ich gar nicht mehr, wo ich noch hintreten kann. Eine ziemliche Fummelei und unsere Beziehung kann man seitdem getrost als 'angespannt' bezeichnen - da kann nur noch der Estrich schlichtend eingreifen ; )




Obergeschoss:
Hier haben wir eine Lage 60mm Styropor Trittschalldämmung verlegt. So konnten wir auch die Lüftungsrohre, welche hier auf den Boden verlaufen mit einer 10mm Schicht Trittschalldämmung bedecken.

Zum Abschluss wird die sogenannte Trennschicht hergestellt. Dabei handelt es sich in unseren Fall um PE-Baufolie mit einer Mindeststärke von 0,2mm. Die Folie wird im gesamten Haus verlegt und komplett mit dem Randdämmstreifen verklebt.

Kommentare:

  1. Hallo Enrico,

    wir stehen kurz vor dem Estrich und mich würde interessieren, wir ihr die Schalung für Kellertreppe und Treppe an OG gemacht habt?

    Wir haben in einigen Räumen das Problem, dass an der Wand Kabel und Leerrohre am Boden liegen und man dort so schlecht Dämmung legen kann. Meinst du, das ist ein Problem, wenn man stattdessen Schüttng bis an den Randdämmstreifen kippt?

    Mit was habt ihr die PE Folie an den Dämmstreifen geklebt? Eurasol?

    Grüße,
    Nadine

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    1. Puh, so viele Fragen ... ; )

      1. Frage: Wir haben kurz bevor der Estrich gekommen ist, die Verkleidung für die Seiten fertig gestellt (Guckst du hier). Vor den jeweiligen Treffenaufgang war bereits ein Kantholz montiert (wo die Bautreppe aufliegt). Dort haben wir nur einen Estrichdämmstreifen verlegt, das hat in Verbindung mit dem Fließestrich gut gehalten.

      2. Frage: Grundsätzlich ist die Schüttung ja für solche Problemfälle da, aber ihr solltet wann immer es möglich ist, die Rohre zumindestens mit der zweiten Lage Dämmung verdecken. Die Schüttung ist nur ein Lückenfüller und zerbröselt unter Umständen, gerade unter schwimmenden Estrich immer weiter und verliert an Volumen.

      3. Frage: Nein, da es sich hier nicht um eine Dampfsperre (zumindest aus bautechnischer Sicht) handelt, haben wir Panzertape (Eurasol geht auch, ist aber teurer) genommen. Die Funktionen der Baufolie sind, dem Estrich später bei der Ausdehnung / Schrumpfung ein Gleiten über die Dämmung zu ermöglichen und das Eindringen von Feuchtigkeit bzw. Estrichrohmasse in die Dämmung zu verhindern (dann trocknet der Estrich auch schneller).
      Für mich ist es auch noch eine zusätzliche Dampfsperre, allerdings ist PE-Baufolie aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften offiziell nicht als Dampfsperre zugelassen.

      Grüße und viel Spass weiterhin, ihr habt es bald geschafft.

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  2. Ach so..ihr habt direkt an die Seiten der Treppenabgänge im Keller und oben Gipskarton drangemacht und dann um die cm höher, die der Estrich kommt. Auch ne Möglichkeit, glaube aber, das wir mit Schalungsbrettern arbeiten, da grad keiner mehr Lust auf GK hat, aber ich könnte das ja mal vorschlagen.

    Hatter ihr in der Estrich-Zeit keine Bautreppe nach oben?

    Klar, da, wo eine zweite Lage Dämmung hinkommt (Keller und EG) verdecken wir die Rohre damit. Aber auch das stellt sich als schwieriger raus, als gedacht. Da man irgendwie die Platten nicht so legen kann, dass man sie gar nicht schneiden muss, bleibt am Ende immer irgendwo ne Lücke, die man dann wieder füllen muss.

    Naja, Spaß haben wir nicht mehr, wir brauchen dringend ne Pause :-)

    Aber Danke!

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