Rigips Gipskartonplatten - spachteln, schleifen und grundieren


Das Spachteln der Gipskartonplatten sollte erst nach dem Einbringen des Estrichs erfolgen. Der Grund dafür ist, dass mit dem Estrich, vor allem bei Fließestrich, große Mengen Feuchtigkeit anfallen. Diese wird von den Rigipsplatten aufgenommen, wodurch diese sich ausdehnen. Während des Trocknens gibt der Gipskarton die Feuchtigkeit an die Raumluft ab und verliert wieder an Volumen. Dadurch können die gespachtelten bzw. mit Acryl ausgespritzten Fugen reißen.

Als Vorbereitung für das Spachteln der Gipskartonplatten haben wir alle Innenecken mit Eckwinkeln aus Aluminium versehen. Diese werden einfach mit einem Tacker befestigt und später überspachtelt.



Das Spachteln ist einfach, sollte allerdings sorgfältig ausgeführt werden. Es gibt verschiedene Spachteltechniken, wir haben uns für die aus unserer Sicht schnellste und einfachste entschieden.
  • Zuerst werden alle Fugen mit Spachtelmasse gefüllt.
  • Wenn diese angetrocknet ist, werden mit einem Spachtel alle überstehenden Grate abgestoßen.
  • Nach dem vollständigen Trocknen der ersten Schicht erfolgt der zweite Spachtelgang.
  • Nach dem vollständigen Trocknen wird mit einer Schleifmaschine geschliffen.

Die grünen Gipskartonplatten für Feuchträume werden mit einer speziellen Spachtelmasse gespachtelt. Diese hat genau wie die imprägnierten Gipskartonplatten den Farbton grün.
Zwischendurch, vor dem Schleifen und nach dem Schleifen müssen einzelne Fugen immer wieder nachgearbeitet werden.

Geschliffen haben wir mit einem elektrischen Trockenbauschleifer (Schleifgiraffe). Man hört ja immer wieder, dass das Schleifen anstregend ist und dunkle Wolken von Gipsstaub durch das Haus ziehen. Mit der Schleifgiraffe war das Schleifen ziemlich easy, im gesamten gesehen aber doch keine Kleinigkeit, aufgrund der riesigen zu schleifenden Fläche in einem Haus. Gipsstaub gab es quasi nicht, da wir den Baustaubsauger direkt an die Schleifgiraffe angeschlossen haben, was auch prima funktioniert hat.

Nach dem Schleifen haben wir alle Außenecken dauerelastisch mit Acryl ausgespritzt. Besonders im Bereich der Fenster muss sauber gearbeitet werden, um hier die Luftdichtheit der Nähte sicherzustellen.
Im Keller werden zusätzlich auch alle Anschlussfugen zwischen den Betonaußenwänden mit Acryl ausgespritzt.




Zum Abschluss haben wir alle Oberflächen (Gipskartonplatten, Betonwände, Estrich) mit Tiefengrund gestrichen. Teil des Ausbaupaketes sind 3 Knister mit jeweils 35 Liter Tiefengrund, was vollkommen ausreicht.

Aufgrund von Erfahrungen aus dem Baublog von Silke und Andreas haben wir an Wänden, welche mit einer Strukturtapete versehen werden sollen, zusätzlich noch einmal einen Anstrich mit einer Farbmischung Tiefengrund / Alpina weiß aufgetragen.


Kommentare:

  1. Hallo,

    sehr schöner Bericht. Kannst du das genaue Modell des Schleifers und des Staubsaugers nennen? Und: seid ihr damit zufrieden oder sollte/könnte etwas besser sein?

    Danke
    Micha

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  2. FlipFlops? auf der Baustelle?
    Leute, Leute, Leute!!

    ;)

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  3. Hi Ihr Lieben,
    ich hoffe ihr habt genug weiße Farbe genommen. WEnn ihr sehr helle Tpetn wählt seit ihr mit einem deckenden weißen Anstrich auf der sicheren Seite.
    Viel Spaß noch und gutes Gelingen.

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  4. Hallo zusammen

    @Micha
    Hab ich leider nicht drauf geachtet und der Industriestaubsauger ist aus dem Hornbach. Werkzeug einfach immer im mittleren Preissegment kaufen. Dann stimmen meist Preis und Qualität.

    @Natja
    Na toll - jetzt fang du auch noch mit dem Thema an ; )
    Ist einfach bequemer und beim tapezieren und streichen sicher auch kein Problem ...

    @Silke
    Danke : ) Die meisten verwendeten Tapeten sind so dick, dass da nicht einmal der Baustrahler durchleuchtet. Nur im Flur verwenden wir eine dünnere Strukturtapete. Da es dort aber meistens nur indirektes Licht gibt, gibt es wahrscheinlich keine Probleme. Aber nach euren Bereicht gehen wir lieber auf Nummer sicher.

    Grüße

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