Wasserenthärtungsanlage FILTRASOFT Basic mit Ionenaustauschverfahren

1 Woche nach dem Einzug ...

Samstag Morgens, ich stehe unter der Dusche, genieße die Aussicht in das neue Bad und freue mich auf den Kaffee, da sehe ich sie - miese, fiese, kleine Kalkmonster. Überall, auf der Echtglasdusche, auf den Armaturen und sogar auf den Fliesen.
Ich sage beim Frühstücken zu Tanja: "Sag mal, kann es sein, dass wir nach nur einer Woche schon überall Kalkablagerungen haben? Und sie gleich ganz pflichtbewusst: "Ja, und zwar musst du da diesen kleinen Wischer nehmen und nach dem Duschen die Scheiben der Dusche damit abziehen."
Ich hab kurz ein Bild vor mir, wie ich nach der entspannenden Dusche voller Vorfreude auf den Kaffee im kA-Style durch die Dusche springe und mit dem Wischdings die Scheiben putze ; )


Ich hatte also die Wahl zwischen Nacktputzen oder die Nach-dem-Einzug-ich-hab-keinen-Bock-auf-gar-nix-lasst-mir-doch-die-Ruh Phase kurz zu unterbrechen.
Also bin ich in den Baumarkt gefahren, um zwei 25kg Säcke mit Regeneriersalz in Tablettenform zu kaufen und habe den Wasserenthärter an seinen Platz im Technikraum gehievt.

Die Vorbereitungen für den Anschluss hatten wir bereits in der Ausbau-Phase getroffen, so dass ich die FILTRASOFT© Enthärtungsanlage Basic nur noch anschließen musste  Den Auslauf der Enthärtungsanlage habe ich am Ablauf für das Kondensat der Wärmepumpe angeschlossen. Die flexiblen Panzerschläuche für die Integration in den Wasserkreislauf wurden vom Hersteller bereits mitgeliefert, so dass ich diese nur noch anschließen musste.

Nach dem erfolgreichen Anschluss wird die Enthärtungsanlage erstmalig in Betrieb genommen und ausgiebig gespült ...
... bevor der Vorratsbehälter mit dem Regeneriersalz befüllt wird.

Im Anschluss wird die Anlage kalibriert. Wir haben eine Wasserhärte von 17 °dH - das ist schon hart, im wahrsten Sinne des Wortes ; ). Ich habe mich dazu entschlossen, den Härtegrad auf 0 °dH (vergleichbar mit Regenwasser) zu setzen. Der Wasserenthärter arbeitet zuverlässig nach dem Ionenaustauschverfahren.
Im Betrieb ist die Anlage fast wartungsfrei. Der Salzverbrauch ist gering und der Energieverbrauch kaum messbar. Seit der Inbetriebnahme der Wasserenthärtungsanlage im Januar habe ich drei Säcke mit Regeneriersalz eingefüllt und der Salzbehälter ist noch zu 3/4 gefüllt.

Der Unterschied im Alltag ist jedoch erheblich. Kein Kalk - weder im Bad, noch an Alltagsgegenständen in der Küche oder sonstwo.

Kontra:
  • Anschaffungskosten ca. 1100€
  • erhöhter Natriumgehalt im Wasser

Pro:
  • Mit geringem Aufwand kalkfreies Wasser
  • Keine Kalkablagerungen an technischen Geräten / Installation
  • Einfacheres Putzen ohne Essigreiniger etc.
Am stärksten bemerke ich den Effekt von enthärtetem Wasser beim Duschen. Das Duschbad schäumt stärker bzw. man benötigt wesentlich geringere Mengen, die Haare sind nach dem duschen fluffig (eigentlich eher blöd, weil man wieder irgend etwas braucht um sie zu bändigen) und die Bodylotion steht nur noch im Schrank, weil trockene Haut der Vergangenheit angehört.

Alfiltra hat einige interessante Informationen zu  den FILTRASOFT-Anlagen  hier zusammengefasst.


Fortsetzung ...

Kommentare:

  1. Hallo,

    sehr interessanter Beitrag. Wir sind auch am überlegen bzgl. einer Entkalkungsanlage. Wir haben auch recht hartes Wasser (ich glaube fast 20°dH).
    Bisher wurde meistens Judo oder Grünsoft empfohlen und die Geräte sind ja doch eine Ecke teurer. Deshalb würde mich ich mich freuen nochmal von euren Erfahrungen nach einem halben oder ganzen Jahr zu lesen!

    Danke
    Micha

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  2. Hallo Micha,

    kein Problem. Falls ich es vergesse, dann frage einfach noch einmal nach.

    Grüße

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  3. Was kostet denn so ein Sack Salz? Kann dieser Kostenpunkt tatsächlich vernachlässigt werden?

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    1. Hallo Nils,

      beim Praktiker kostet ein 25kg Sack 7,90€ und reicht nach meiner jetzigen Einschätzung 2 - 3 Monate.

      Grüße

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  4. Sehr interesantes Gerät. Wie sieht es bei der Anlage mit der Wartung aus?
    Nun hat die Anlage ja kein DVGW Zertifikat. Habt ihr da keine Rohrtrennung der Gefahrenklasse 4 eingebaut. Anscheinend muss das dann eingebaut werden u. anscheinend ist das Wasser bei solchen Anlagen auch kein Trinkwasser mehr. Interessiere mich stark für das Gerät wegen dem Preis, aber was man da so alles liest. Hmm.. Keine Ahnung. Stimmt das alles nicht? Mfg Daniel

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    1. Hallo Daniel,

      im Internet gibt es viel zu lesen. Wenn ich immer alles für bare Münze genommen hätte, dann hätte wir wohl niemals gebaut ;) Es ist immer wichtig, Informationen aus Foren usw. mit verifizierten Wissen (Fachbücher, etc.) abzugleichen und dann mit dem gesunden Menschenverstand eine Schnittmenge daraus zu bilden. Diese Schnittmenge entspricht dann oft der praxistauglichen Realität.

      Ich habe mich in der Planungsphase intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und keinen Grund gefunden, welcher gegen den Einbau des Gerätes spricht.

      Eine DVGW-Zertifizierung ist nicht zwingend erforderlich und die Wartungsintervalle gibt der Hersteller mit einem Jahr an.

      Im Prinzip arbeitet die Anlage wartungsfrei. Wenn man die Grundregel der Hygiene beachtet und die Anlage regelmäßig auf Funktion überprüft, sehe ich allerdings keinen Grund für eine Wartung.

      mehr Informationen gibt es hier: http://www.alfiltra.de/enthaertungsanlagen/test.html


      Grüße

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  5. Hallo
    Habt Ihr keine Probleme mit der Einstellung auf 0°DH?
    Ich bin Sanitär-Ingenieur, meine Erfahrung nach sollte die Wasserhärte nicht unter 6°DH eingestellt werden.
    Problem: Natriumgehalt im Wasser ist zu hoch, es könnten Probleme mit der Verdauung resp. dem Stuhlgang auftreten. Man soll den Garten bzw. die Pflanzen nicht bewässern. (Natrium schadet den Pflanzen)
    Bin gespannt auf die Antwort.
    Liebe Grüsse
    Fabian

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    1. Hallo Fabian,

      da viele Rückfragen zu dem Thema kommen, werde ich dem ganzen noch einmal einen Blogeintrag widmen. Vielleicht schaffe ich es heute noch, ansonsten morgen.

      Grüße

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  6. Hallo,
    gutes neues Jahr wünsch ich!
    Mit großem Intersse habe ich den Bericht und die Infos "verschlungen",
    Wir sind drauf und drann einen Aufzrag zum Einbau einer Slfitra Anlage zu erteilen.
    Ich würde gerne wissen wie sich die Anlage derzeit "macht". Funktioniert noch alles wie es soll?
    Wie ist der Salzverbrauch? Würden Sie die Anlage empfehlen?
    Einzig das Thema Zertifizierung verunsichert mich noch etwas.
    Würde mich sehr über einen aktualisierten "Halbjahresbericht" freuen.

    Gruß

    Thomas

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    1. Hallo Thomas,
      ich hoffe du bist ebenfalls gut in 2013 angekommen.

      Da ich in letzter Zeit viel über die Enthärtungsanlage berichtet habe, wird so schnell kein weiterer Bericht folgen. Nur den Beitrag zur Trinkwasseranalyse werde ich noch erstellen.

      Die Anlage läuft weiterhin geräusch- und problemlos. Ich schauen in unregelmäßigen Abständen mal nach der Funktion der Heizung, bei dieser Gelegenheit überprüfe ich auch die Anlage bzw. den Füllstand des Salzes. Allerdings reicht das Salz bei komplett gefüllten Vorratsbehälter für einige (ca. 4) Monate, so dass hier nicht viel zu tun ist.

      Ich kann die Anlage empfehlen, allerdings gibt es auch noch andere sehr gute Anbieter. Hier sollte jeder seine eigen Entscheidung treffen.

      Grüße Enrico

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    2. Hallo Thomas,
      Du schreibst "Ich kann die Anlage empfehlen, allerdings gibt es auch noch andere sehr gute Anbieter". Es erweckt bei mir den Eindruck als ob die Anlage zwar gut ist, aber wenn Du nochmals entscheiden würdest, würdest Du eher zu einer anderen Anlage greifen.
      Habe ich richtig verstanden oder irre ich mich?
      Hintergrund, wir wollen jetzt auch eine Anlage bei uns einbauen lassen, nur ich tue mich schwer bei der Entscheidung zwischen BWT oder FILTRASOFT Duplex?

      Vielen Dank für Deine Rückmeldung und schöne Gruesse, tvt.

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    3. Hallo,

      eigentlich meine ich es genauso wie ich es geschrieben haben: "Ich kann die Anlage empfehlen, allerdings gibt es auch noch andere sehr gute Anbieter. Hier sollte jeder seine eigene Entscheidung treffen."

      Ich bin mir bewusst, dass ich mit meinen Berichten indirekt auch immer Werbung für das Produkt mache. Das ist aber nicht mein Anliegen, sondern ich möchte meine Erfahrungen weitergeben, damit andere davon profitieren können. Der Verweis auf andere Hersteller ist in diesem Zusammenhang mehr als legitim.

      Grüße Enrico

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  7. Hallo,

    ich habe es schon per Email probiert, aber leider keine Antwort erhalten. Vielleicht seid ihr im auch einfach im Urlaub oder meine Mail im Spam geladet, daher hier nochmal die Frage:

    Seid ihr nach 4 Jahren immer noch so begeistert mit der Anlage oder habt ihr ein paar Probleme damit in der Zwischenzeit bekommen. Sollte man eventuell auf etwas achten, das einem erst mit der Zeit auffällt.


    Danke für euren informativen Blog.

    Grüße Alex

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    1. Hallo Alex,

      die Anlage arbeitet immer noch völlig unauffällig im Technikraum. Der einzige Wartungsaufwand ist das nachfüllen von Salz.
      Mit 3 Sack Salz reichen wir knapp ein Jahr.

      Vor einem halben Jahr habe ich den Härtegrad des Wassers nachgemessen. Er liegt immer noch bei null. Somit arbeitet die Anlage auch technisch zuverlässig.

      Mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen ... wir sind zufrieden.

      Viele Grüße
      Enrico

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    2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    3. Hallo,

      auch wir haben uns vor einigen Jahren eine Wasserenthärtungsanlage zugelegt und wir haben den Kauf bis heute nicht bereut. Neben einen deutlich geringeren Putzaufwand im Bad und der längeren Lebensdauer der Elektrogeräte sparen wie so sogar noch jeden Monat Geld ein, da wir weniger Ausgaben für Waschmittel, Kalkentferner haben und die Elektrogeräte seltener ersetzt werden müssen. Unsere Anlage läuft nun seit fast 4 jahren einwandfrei, lediglich das Salz muss regelmäßig nachgefüllt werden.

      Gruß
      Karl

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  8. Hallo Enrico,

    auch hier nochmal ganz lieben Dank für die Antwort.

    Viele Grüße
    Alex

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