Natrium im Trinkwasser durch Enthärtungsanlage

Da zu unserem Eintrag Wasserenthärtungsanlage FILTRASOFT Basic viele Rückfragen per E-Mail bzw. auch aus dem Bekanntenkreis kommen, möchte ich mich dem Thema noch einmal widmen und hoffe so die meisten offenen Fragen zu klären.


Thematisch werde ich mich dabei an einer Frage aus dem Kommentaren orientieren, welche den Hauptschwerpunkt meiner Ansicht nach sehr gut trifft. Die Antwort möchte ich gern ich drei Bereiche aufteilen. Zuallererst werde ich unsere Erfahrungen schildern und meine persönliche Einschätzung zu den möglichen Problemen erläutern. Im Anschluss werde ich die Fragen an den Vertreiber der FILTRASOFT Basic Trinkwasser-Enthärtungsanlagen weiterleiten und die Antwort hier veröffentlichen. Als letzten Punkt werde ich eine Wasseranalyse unserer Trinkwasserqualität (nach der Enthärtung) durchführen lassen und das Ergebnis hier ebenfalls veröffentlichen.



Erfahrungen und persönliche Einschätzung

Frage:
Hallo 
Habt Ihr keine Probleme mit der Einstellung auf 0°DH?
Ich bin Sanitär-Ingenieur, meine Erfahrung nach sollte die Wasserhärte nicht unter 6°DH eingestellt werden.
Problem: Natriumgehalt im Wasser ist zu hoch, es könnten Probleme mit der Verdauung auftreten. Man soll den Garten bzw. die Pflanzen nicht bewässern. (Natrium schadet den Pflanzen)
Bin gespannt auf die Antwort.
Liebe Grüsse 
Fabian


Bei dieser Berufsbezeichnung sollte ich die Beantwortung der Frage lieber an dich zurückgeben - du bist schließlich der Experte auf diesen Gebiet ; )
Natürlich habe ich mir Gedanken zu diesem Thema gemacht, bevor ich ein solches System in unseren Trinkwasserkreislauf integriert habe.

Fakt ist, dass der Natriumgehalt in unseren Trinkwasser steigt, da die Ca2+ bzw. die Mg2+ durch Na+ in der entsprechenden Menge ersetzt werden.
Fakt ist, dass wir mit einem Härtegrad von 0°DH den Grenzwert der Trinkwasserverordnung für Natrium von 200 mg/l wohl überschreiten.

Ohne diese Fakten außer Acht zulassen, sollte man jedoch einen Schritt zurück ins tatsächliche Leben tun. Natrium liegt im menschlichen Körper als Ion ( Na+ vor. Die größte Natriumquelle für den Menschen findet sich in seiner Nahrung, nämlich in Form von Speisesalz (NaCl). Offizielle Schätzungen gehen davon aus, das nur ~5% der täglichen Natriumaufnahme über Flüssigkeiten erfolgt. Den weitaus größten Anteil haben gesalzene Lebensmittel wie Wurstwaren etc.

Wir selber verwenden das Leitungswasser nur für die Zubereitung von Kaffee, Tee und den Mahlzeiten. Selbst wenn wir täglichen 1 Liter unseres Leitungswasser konsumieren würden, läge die Natriumaufnahme noch weit unterhalb der eines deftigen Brotes mit Kochschinken.
Für die Zubereitung der Babynahrung kommt sowieso nur dafür geeignetes Mineralwasser in Frage.

Zu dem Thema Pflanzen kann ich nur sagen, dass wir den Garten mit einer Regenwasserzisterne bewässern bzw. das Wasser für die Außenwasserhähne natürlich vor der Enthärtungsanlage entnommen wird. Alles andere wäre schon allein aus Kosten/Nutzen Gründen unwirtschaftlich.
Die Zimmerpflanzen werden allerdings schon seit Monaten mit enthärteten Wasser gegossen und gedeihen so prächtig wie nie ; )

Persönliches Fazit: Für mich überwiegen die Vorteile einer Enthärtungsanlage die Nachteile bei weitem und ich sehe keine Gründe dafür, warum sich das auf lange Sicht ändern sollte.

Ich hoffe mit dieser kleinen Zusammenfassung kann sich jeder selbst einen Überblick über das Thema verschaffen. Im Internet gibt es zudem umfassende Publikationen zu dem Thema Wasserqualität bzw. die Vor- und Nachteile von Enthärtungsanlagen. Hier kann jeder selbst die Pro und Kontras recherchieren, je nachdem in welcher Meinung er sich gern bestätigt sehen möchte ; )


Antwort des Alfiltra-Vertriebes

Das Internet und im ganz besonderen die vielen Blogs leben von der Pluralität der Meinungen. Aber genau dort liegt auch das Problem vieler Leser zu entscheiden:

  • ist diese Information für mein Problem relevant und
  • handelt es sich um verifiziertes (allgemein anerkannte Meinung, aktueller Stand der Technik) Wissen.

Deshalb habe ich die fünf am häufigsten gestellten Fragen an den Vertrieb von Alfiltra weitergeleitet. Der Geschäftsführer Herr Riffel hat sich daraufhin die Zeit genommen, diese Fragen ausführlich und sehr verständlich zu beantworten. Ich hoffe der ein oder andere Interessierte kann, genauso wie ich, von diesen Antworten profitieren.

An dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankeschön an die Geschäftsleitung von Alfiltra. 





Sehr geehrter Herr Gerlach,

nach langem Warten für Sie habe ich es nun zeitlich hinbekommen Ihre Fragen zu beantworten.
Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung. Falls noch Unklarheiten bestehen können wir diese auch gerne besprechen.

mit freundlichen Grüßen,
Andreas Riffel (Geschäftsführer)
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Alfiltra WassertechnikTelefon: +49 7251 3073 44
Fax: +49 7251 3073 45
Web: www.alfiltra.de
E-Mail: mail@alfiltra.de

Alfiltra UG (haftungsbeschränkt)
Carl-Benz-Str. 16
76689 Karlsdorf-Neuthard

Geschäftsführer: Andreas Riffel, Thomas Riffel
Zuständiges Gericht: Amtsgericht Mannheim
HRB Nummer: HRB 711064

Zuständiges Finanzamt: Finanzamt Bruchsal
Steuernummer: 30060/05947
USt.Id.: DE275377098

Sie erreichen unseren Kundendienst für Fragen Reklamationen und Beanstandungen unter Telefon: +49 7251 3073 44 sowie per Email unter mail@alfiltra.de. Für Anfragen können Sie auch das Kontaktformular auf unserer Internetseite nutzen.



Trinkwasseranalyse

Hier werde ich die Trinkwasser Analyse veröffentlichen.